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Roggentin/Hallstadt, 04.05.2015

AED-Säulen im Globus- und real,- Markt installiert

Der Roggentiner Globus sowie der Hallstädter real,- Markt erhielten je eine AED-Säule der Björn Steiger Stiftung. Diese wurden im Rahmen der Initiative „100.000 Leben zu retten“ zentral in den Supermarktfilialen installiert, sodass eine schnelle Erreichbarkeit möglich ist. Die Säulen sind ehemalige, umgerüstete Notruftelefone, die einen automatisierten externen Defibrillator, kurz AED, enthalten. Dieser ist im Falle des plötzlichen Herztodes überlebenswichtig, sein elektrischer Impuls kann Leben retten.

Deutschlandweit sterben täglich circa 274 Menschen am plötzlichen Herztod, der oftmals durch Kammerflimmern ausgelöst wird. Der Betroffene hat oft nur dann eine Chance, wenn sofort gehandelt wird. Diese Hilfe beinhaltet die Herz-Lungen-Wiederbelebung sowie den Einsatz eines Defibrillators. Das Gerät gibt akustisch klar und unmissverständlich vor, was zu tun ist und was es selbst tut. Es analysiert den Herzrhythmus, fordert entweder zur Herzdruckmassage oder zum Drücken der Schocktaste auf, sodass das Herz zu seinem ursprünglichen Rhythmus zurückfinden kann. Der Ersthelfer kann nichts falsch machen.

Geschäftsleiter des real,- in Hallstadt, Bernd Beine, äußerte hierzu, dass bereits seit Dezember der Wunsch bestand in seiner Filiale einen Defibrillator zu installieren. Als daraufhin Anfang des Jahres Repräsentanten der Björn Steiger Stiftung in seinem Markt über das Projekt „100.000 Leben zu retten“ informierten, war die Entscheidung schnell gefallen. „Die Mitarbeiter nehmen das Gerät positiv an und es haben schon Schulungen zum Umgang mit dem Gerät stattgefunden“. Bei jeder Säulenaufstellung werden die Mitarbeiter der Märkte zwar in den Gebrauch des Defibrillators eingewiesen, es ist jedoch zu betonen, dass auch ohne Einweisung jeder einen Laien-Defibrillator bedienen kann. Die AED-Säulen sind aufgrund ihres markanten Aussehens nicht zu übersehen. Ihr orangefarbenes Äußeres sticht aus der Umgebung hervor. Zusätzlich befindet sich ein grüner AED-Hinweisaufkleber auf der Säule.

Die Björn Steiger Stiftung setzt sich seit über fünfzehn Jahren für eine flächendeckende Defibrillator-Verfügbarkeit ein. Ihr Ziel ist es, die Bevölkerung aufzuklären und ihr die Angst davor nehmen etwas Falsches zu tun zu. Die Hilfe von anwesenden Laien ist überlebenswichtig, da sie vor Ort am schnellsten helfen können und die Zeit bis zum Eintreffen der Rettungskräfte so überbrückt werden kann.

Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Frühgeborenentransport, der Breitenausbildung in Wiederbelebung und Frühdefibrillation, der Handy-Ortung durch Rettungsleitstellen, sowie der Sensibilisierung von Grundschülern für den Notfall.
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