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23.06.2017
Leipziger Baby-Notarztwagen „Felix“ bei Zwillingsrettung im Einsatz
„Felix“ ist schon seit gut zwei Monaten in Leipzig im Einsatz. Unser Baby-Notarztwagen hat bereits über 40 kleinste Patienten zwischen Universitätsklinikum, St.-Georg-Klinikum, Herzzentrum und den Geburtskliniken im Leipziger Umland verlegt. Sogar bis ins 120 km entfernte Dresden ist er gefahren und hat zerbrechliche Fracht nach Leipzig gebracht.

Prof. Dr. med. Ulrich Thome, Leiter der Abteilung Neonatologie am Universitätsklinikum Leipzig, erzählt von einem ganz besonderen Transport, bei welchem „Felix“ zusammen mit einem Rettungswagen eingesetzt wurde, um ein Zwillingspärchen wohlbehütet zum Klinikum zu bringen:

„Mitten in der Nacht, kurz nach 1 Uhr, erreichte uns ein Notruf aus der Klinik in Riesa. Es waren dort unverhofft nach nur 24 Schwangerschaftswochen Zwillinge zur Welt gekommen, an der Grenze der Überlebensfähigkeit. Die Klinik in Riesa ist für solche Kinder nicht ausgerüstet und bat um Abholung durch den Neugeborenen-Notarzt. Schnell war klar, dass bei einem solchen Notfall von zwei extrem kleinen und extrem unreifen Kindern zwei komplette Teams notwendig sein würden, bestehend aus Neugeborenen-Notarzt, Intensivkinder-Krankenschwester, Transportinkubator und Notarztwagen mitsamt Fahrer.

Wir informierten die Rettungsleitstelle und baten um den Baby-Notarztwagen „Felix“ und einen weiteren Rettungswagen. Da es in dieser Nacht viele Einsätze gab, war es schwierig, zwei Fahrzeuge für uns zu stellen. Schließlich wurde ein Team von der Feuerwehr geteilt, so dass zwei Rettungswagen, darunter der Baby-Notarztwagen Felix, nur mit je einem Fahrer bestückt wurden. Das war auch völlig ausreichend, da das medizinische Personal ja von uns gestellt wurde. Wir bereiteten unsere beiden Transportinkubatoren vor und waren schon sehr froh, dass „Felix“ zur Verfügung stehen würde, da unser alter Transportinkubator aufgrund seiner geringen Batterie- und Druckluftkapazität gar nicht für so weite Fahrten ausgelegt ist. Im „Felix“ konnte er aber durch das Fahrzeug mit Strom und Druckluft versorgt werden, sodass dies kein Problem darstellen würde. Der neue Transportinkubator wurde somit in den normalen Rettungswagen geladen. Nachdem die beiden Fahrzeuge eingetroffen waren, verluden wir unsere Ausrüstung und fuhren mit Blaulicht in die Klinik Riesa.

Vor Ort fanden wir die beiden Kinder in kritischem Zustand vor, legten ihnen jeweils Nabelkatheter und stabilisierten sie mit kreislaufunterstützenden Maßnahmen. Anschließend betteten wir sie in die Transportinkubatoren und machten uns auf den Weg nach Leipzig. Wir fuhren wieder mit Blaulicht, allerdings mit verhaltener Geschwindigkeit, um die Erschütterung für die Kinder nicht zu stark werden zu lassen. Ein großer Vorteil war bei dieser Fahrt im „Felix“ der Quereinbau des Transportinkubators und die optimierte Federung. Außerdem profitierten wir wie geplant von den besseren Versorgungsmöglichkeiten des Fahrzeuges mit Druckluft und 220V-Stromversorgung. So erreichten wir Leipzig mit zwei sehr kleinen, aber stabilen Frühgeborenen wohl behalten und übernahmen die Kinder auf die Neugeborenenintensivstation.“


Initiative: „Baby-Notarztwagen" >

21.06.2017
Laien-Defibrillator im Congress Centrum Oberhausen
Gestern wurde unsere 188. AED-Säule (Automatisierter Externer Defibrillator) im Congress Centrum Oberhausen aufgestellt. Im Säulenkopf befindet sich das handliche, mobile Gerät, mit welchem Veranstaltungsbesucher und Mitarbeiter ab sofort bei einem Herztod optimal Erste Hilfe leisten können. Falls der letzte Erste-Hilfe-Kurs länger zurückliegt, ist an der Säule eine Erinnerungshilfe mit den wichtigsten Maßnahmen angebracht.

„Der neue Laien-Defibrillator hilft Leben zu retten. Nachdem wir uns über das Projekt ,100.000 Leben zu retten’ der Björn Steiger Stiftung informiert hatten, haben wir uns sofort für diese wichtige Anschaffung entschieden. Bei Großveranstaltungen mit mehreren tausend Besuchern ist es wichtig, dass im Notfall schnell und optimal Erste Hilfe geleistet werden kann“, sind sich die Geschäftsführer Detlef Sprenger und Klaus Lerch einig.

Initiative: „100.000 Leben zu retten" >

09.06.2017
Neue Lebensretter in Sachsen
Seit vergangener Woche stehen 5 neue AED-Säulen (Automatisierter Externer Defibrillator) in verschiedenen Verkaufsstätten in Sachsen für Herznotfälle bereit, unter anderem in der Elbgalerie in Riesa an der Elbe. Das Einkaufszentrum ist mit durchschnittlich 6.000 Besuchern am Tag ein geeigneter Standort für diesen „Ersthelfer“. Centerleiter Andree Schittko ist überzeugt davon, dass das AED-Gerät lebensentscheidend sein kann: „Wir freuen uns sehr über die Aufstellung der AED-Säule in der Elbgalerie. Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass wir vorbereitet sind und schnell handeln können - auch wenn wir hoffen, dass der Ernstfall nicht eintreten wird.“

Neben der AED-Säule in der Elbgalerie stellten wir vier weitere AED-Säulen im Großraum Sachsen auf. Diese befinden sich in: Edeka Weber Oelsnitz, Kaufland Leipzig-Großzschocher, Kaufland Leipzig-Reudnitz und in der Leipziger OBI Filiale in Probstheida.

Initiative: „100.000 Leben zu retten" >

Über die Stiftung

 
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Wir helfen Leben retten

Wir, die Björn Steiger Stiftung, sind eine gemeinnützige Organisation, welche sich seit 1969 der Verbesserung der Notfallhilfe annimmt.
Die grundlegenden Voraussetzungen für die moderne Notfallhilfe haben wir bereits geschaffen. Mit der Zeit bedarf es jedoch stetiger Nachbesserung. Hier sehen wir uns in der Pflicht.
Unsere aktuellen Initiativen widmen sich der Bekämpfung des plötzlichen Herztods („Kampf dem Herztod“) der Verbesserung des Notrufs 112 („Notruf“), dem Frühgeborenentransport („Baby-Notarztwagen-System ‚Felix‘“) und der flächendeckenden notärztlichen Versorgung („Rettungsdienst- und Notarztgrundversorgung“). „Kampf dem Herztod“ ist weiter untergliedert in „Retten macht Schule“ (Siebtklässler lernen Erste Hilfe und Reanimation mit AED-Geräten), „Sani Sanelli“ bereitet Grundschüler auf den Notfall vor und „100.000 Leben zu retten“ steht für die Massenverbreitung von Erste-Hilfe-Defibrillatoren (AED).
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