An der Bundesstraße 14 wird am 28. August 1980 ein erstes Solar-Notruftelefon in Betrieb genommen - der erste Großversuch für Solarversorgung im Niederspannungsbereich. Vorausgegangen waren langjährige Laborversuche mit neuen Siliziumpanelen und Trockenbatterien. Damit hat die Björn Steiger Stiftung einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung von Niederspannungs- Solaranlagen geleistet. Leider konnte der Versuch wegen der hohen Kosten nicht fortgesetzt werden. Erst im Jahr 2000 sinken die Kosten einer Solaranlage so weit, dass von da ab ein Teil der Notruftelefone mit Solaranlagen versorgt werden konnte.

Schnellere Durchfahrt und weniger Belästigung durch Martinshörner: das sind die Vorteile des von der Björn Steiger Stiftung ab März 1981 entwickelten Systems zur Beeinflussung von Verkehrssignalanlagen. Einsatzfahrzeuge sind damit sogar schneller als mit Licht- und Ton- Signalgebern. Ab Februar 1982 wird dieses System in Kooperation mit der Technischen Hochschule Karlsruhe in Winnenden und ab April 1982 in Kooperation mit der Technischen Universität Berlin in Westberlin mit großem Erfolg langzeitgetestet. Leider haben die Kommunen das kostengünstige System nur in Einzelfällen in ihre Ampelanlangen integriert.

Eine innovative Idee der Björn Steiger Stiftung: damit der Pilot eines anfliegenden Hubschraubers sein Landeziel auch nachts ansteuern kann, müssen Feuerwehren vor Ort verschiedene Scheinwerfer als Landemarkierung auslegen. Die Stiftung entwickelt ein mobiles System ähnlich einer Flugplatz- Befeuerung plus das dazu gehörende Fahrzeug.

Ein Organ muss möglichst rasch dem verstorbenen Spender entnommen und dem Empfänger eingepflanzt werden. Ein Hauptproblem der Transplantationsmedizin besteht nun darin, dass Spender und mögliche Empfänger eines Organs häufig weit voneinander getrennt sind. Um dieses Problem zu lösen, entwickelt und testet die Björn Steiger Stiftung ein spezielles Fahrzeug mit separatem, schwankungsfreien Kühlaggregat für Organtransporte, das Transplantate schnell und vor allem richtig temperiert von einem Ort zum anderen befördern kann.

Glatteis und überfrierende Nässe bedeuten für jeden Autofahrer höchste Lebensgefahr. Die rechtzeitige Warnung rettet Leben. Deshalb entwickelt die Björn Steiger Stiftung zu Beginn der 80er Jahre eine spezielle Glatteiswarnanlage. Sie besteht im wesentlichen aus zwei Komponenten. Erstens aus Sensoren, die Temperatur und Feuchtigkeit vor Ort messen, zweitens die eigentliche Warnanlage. Droht Glatteis, blinkt auf einer Verkehrstafel ein stilisierter Eiskristall und warnt unübersehbar die Autofahrer.

Damit Behinderte Treppen selbständig bewältigen können, hat die Björn Steiger Stiftung in Zusammenarbeit mit der Technischen Fachhochschule Darmstadt den treppensteigenden Rollstuhl entwickeln lassen. Die elektronische Steuerung des "Rollsteiger" erfolgt über einen Schalthebel wahlweise in der rechten oder linken Armlehne des Sitzes. Damit lassen sich alle Fahr- und Lenkfunktionen ohne Kraftaufwand steuern. Der Rollsteiger hat einen Wendekreis von 70 cm und ist für den Straßenverkehr zugelassen.

Nach langjähriger Vorbereitung und mehreren Besuchen chinesischer Minister wird Siegfried Steiger zu einem Beratungsbesuch in die Volksrepublik China eingeladen. Diese Gespräche dienen dem gemeinsamen Aufbau einer Notfallhilfe in China. Die Erfolg versprechenden Anfänge dieser Zusammenarbeit scheitern, als 1989 nach dem "Massaker am Tor des Himmlischen Friedens" die Bundesrepublik und die Wirtschaftssponsoren aus diesem Projekt ausstiegen.