Langfristig ist unser Ziel: Defibrillatoren auch in allen Wohngebäuden. Unser wichtigstes Ziel bleibt die Breitenausbildung der gesamten Bevölkerung in Herz-Lungen-Wiederbelebung und Frühdefibrillation. Den plötzlichen Herztod können wir umfassend nur vermeiden, wenn wirklich jedermann helfen kann.
Die Ausbildung muss im Kindergarten beginnen und über Schulen, Hochschulen und Führerscheinerwerb kontinuierlich und zwingend fortgesetzt werden.
Die Bundesärztekammer hält die Aus- und Fortbildung der Ärzte nicht für zwingend notwendig, deshalb sterben heute noch zu viele Patienten in ärztlichen und zahnärztlichen Praxen am plötzlichen Herzversagen. Natürlich sind viele Ärzte in HLW ausgebildet und haben ein AED-Gerät. Bevor Sie aber ein Belastungs-EKG bei Ihrem Arzt oder eine Anästhesie bei einem Zahnarzt durchführen lassen, sollten Sie sich bestätigen lassen, ob er reanimieren und defibrillieren kann. Wenn nicht, könnte dies für Sie tödlich sein.
Informieren Sie sich rechtzeitig
Vor jeder Operation müssen Sie im Krankenhaus schriftlich bestätigen, dass Sie über alle Risiken der geplanten Operation informiert wurden. Lassen Sie sich im Gegenzug vom Krankenhaus schriftlich bestätigen, dass Sie nach einem plötzlichen Herzversagen zu jeder Zeit an jedem Ort im Krankenhaus innerhalb von drei Minuten reanimiert werden können. Bevor Sie sich einem Belastungs-EKG unterziehen, sollten Sie Ihren Hausarzt fragen, ob er die Maßnahmen der Herz-Lungen-Wiederbelebung und Frühdefribillation beherrscht. Wenn nicht, kann dies für Sie tödlich sein. Das gleiche sollten Sie Ihren Zahnarzt vor jeder Anästhesie fragen.
Natürlich haben viele Kliniken und Ärzte die notwendige Vorsorge getroffen. Da dies für Ärzte und Krankenhäuser aber leider noch immer freiwillige Leistungen sind, sollten Sie als Patient vorsorgen und sich schriftlich absichern.
Es ist ein Phänomen, dass selbst betroffene Familien den plötzlichen Herztod von Angehörigen allen möglichen unvermeidbaren Ursachen zuordnen, nur nicht dem sehr oft vermeidbaren plötzlichen Herzversagen. Die meisten Mitbürger wissen noch immer nicht, wie leicht sie selbst helfen können.
Das müssen wir ändern.