Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wird Björn Steiger von einem Auto erfasst. Passanten alarmieren sofort nach dem Unglück Polizei und Rotes Kreuz. Trotzdem dauert es fast eine Stunde, bis der Krankenwagen eintrifft. Björn stirbt nicht an seinen Verletzungen, er stirbt am Schock.

Eine Woche nach dem tragischen Unfall kondoliert die Frau des Bundespräsidenten und sagt ihre Unterstützung zu - ein Versprechen, das sie bis zu Ihrem Tode gehalten hat. Sie hat der Björn Steiger Stiftung die Türen in die Politik geöffnet und die Initiativen der Stiftung entscheidend unterstützt.

Ute und Siegfried Steiger erkennen bald, dass sie Hilfe bei ihrem Vorhaben brauchen. Mit sieben Freunden der Familie gründen sie die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützigen Verein. Ziel ist, den Aufbau der Notfallhilfe in Deutschland anzuregen und diese Aufgabe dann den zuständigen Organisationen und Behörden zu überlassen.

Manfred Kerler entwickelte zusammen mit dem Ehepaar Steiger den Steiger-Stern. Dieser symbolisiert mit dem Kreuz das Zeichen zur Hilfe und mit seiner Unregelmäßigkeit gleichzeitig den Willen zur flexiblen Veränderung. Das Kreuz ist gleichzeitig Symbol für eine Straßenkreuzung.

1969 haben fast alle Taxis Sprechfunk - Krankenwagen aber nicht. Die Björn Steiger Stiftung bietet den Landkreisen in Baden-Württemberg an, ein Drittel der Gerätekosten zu übernehmen - der Beginn des flächendeckenden Funksprechverkehrs im deutschen Krankentransport. Am 7.11.1969 wird das erste Geräte an das Deutsche Rote Kreuz übergeben.

Ein Anliegen braucht Öffentlichkeit. Mit 15 Programm-Punkten fordert Siegfried Steiger die Innenminister der Länder in einem offenen Brief ultimativ auf, die Voraussetzungen zum Aufbau des Rettungsdienstes zu schaffen.