Obwohl meist vermeidbar, ist der plötzliche Herztod mit mehr als 100.000 Betroffenen eine der häufigsten Todesursachen der Bundesrepublik außerhalb von Kliniken. Der Tod wird durch Herzrasen (Kammerflimmern) verursacht, was zu einem sofortigen Herz-Kreislauf-Stillstand führt. Der häufig vermeidbare Tod so vieler Mitbürger ist eine der größten gesellschaftspolitischen Herausforderungen unserer Zeit.
Nach einem plötzlichen Herzversagen beginnen bereits nach fünf Minuten die ersten irreparablen Hirnschäden. Zum schadensfreien Überleben bleibt nur ein Zeitfenster von drei bis fünf Minuten. Die Hilfsfrist des Notarzt- und Rettungsdienstes beginnt in der Regel nach drei bis fünf Minuten. Die Hilfe innerhalb dieses Zeitfensters ist also weder von Notärzten noch von Rettungsdiensten machbar. Deshalb ist die Breitenausbildung der Bevölkerung die einzige Lösung des Problems.
Kein Bewusstsein für die Problematik in der Öffentlichkeit
Diese Tatsache ist in seiner Konsequenz weder der Politik noch der Öffentlichkeit bewusst. Täglich sterben 274 Mitbürger in Deutschland am plötzlichen Herzversagen. In den nächsten 12 Monaten ist jeder 500. von uns ein Betroffener. Die Björn Steiger Stiftung nimmt dies nicht mehr hin. Wir haben in allen Stadt- und Landkreisen und den Bezirken der Stadtstaaten der Bundesrepublik mit einem Finanzaufwand von 2,3 Mio. € die Ausbildungsvoraussetzungen für die Bevölkerung geschaffen und wir versuchen zurzeit Politik und Öffentlichkeit für unsere Aktion "Kampf dem Herztod" zu mobilisieren.
Der vermeidbare Tod von täglich 274 Menschen sollte uns Ansporn dafür sein. Von 500 Personen hat statistisch einer in den nächsten zwölf Monaten ein plötzliches Herzversagen.