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![]() Warum werden Baby-Notarztwagen benötigt? In Deutschland kommen 7% aller Neugeborenen zu früh auf die Welt, d.h. vor Vollendung der 37. Schwangerschaftswoche. Extremes Untergewicht bei Frühgeborenen ist größtenteils ursächlich für Säuglingssterblichkeit und kann zu frühkindlichen Behinderungen führen.
Die Überlebenschancen steigen, wenn die Kleinen in speziellen Kliniken, so genannten Perinatalzentren, betreut werden. Da nicht in jeder Klinik ein Perinatalzentrum vorhanden ist, müssen die Frühchen in die nächstgelegene Spezialklinik transportiert werden. Diese Distanz beträgt oft mehr als 30 km. Um einen sicheren und medizinisch einwandfreien Transport zu gewährleisten, wird hierfür ein Baby-Notarztwagen benötigt.
Wie kam es zu dieser Initiative? Bis Mitte der 70er Jahre hatte Deutschland die höchste Säuglingssterblichkeit unter allen Industrienationen. Der Grund: die in Deutschland praktizierte Trennung von Entbindungs- und Kinderkliniken. Der Transport von der Entbindungsklinik in entfernt gelegene spezielle Kinderkrankenhäuser war extrem risikoreich. Viele Babys starben oder überlebten nur schwer geschädigt.
Ein Baby-Notarztwagen für den Transport der Frühchen war damals und ist bis heute nicht im deutschen Rettungsgesetz vorgesehen und wird von den Krankenkassen nicht bezuschusst.
Deshalb entwickelt und finanziert die Björn Steiger Stiftung 1974 den ersten Baby-Notarztwagen mit integriertem Transportinkubator für gefährdete Kleinkinder. Bis heute finanziert sie die technische Weiterentwicklung und die Anschaffung neuer Fahrzeuge sowie den Ausbau bzw. die Umrüstung herkömmlicher Rettungswagen zum Baby-Notarztwagen.
Das Wunder von Datteln. Am 8. September 1979 erblickte Karin Radermacher das Licht der Welt: Ein Frühchen mit ca. 1.000 g und laut den betreuenden Ärzten mit ganz geringen Überlebenschancen. Zum Glück war der 8.September 1979 auch der erste Übergabetag eines Baby-Notarztwagens für die Kinderklinik Datteln. Das rettete ihr das Leben. Sie konnte unverzüglich und wohlbehütet in die Unikinderklinik transportiert werden. Heute ist Karin Radermacher-Hinrichsen kerngesund und arbeitet als Architektin.
Name der Baby-Notarztwagen.
Die neuen Baby-Notarztwagen heißen Felix - lateinisch für "der Glückliche". Die Björn Steiger Stiftung wurde auf Felix von Cantalice aufmerksam, der als Kapuzinerbruder im 16. Jahrhundert in Italien lebte. Er sammelte 40 Jahre lang für seine Mitbrüder und sich in Rom Almosen. Aufgrund seiner unermüdlichen Geduld, Demut, Freundlichkeit und Nächstenliebe wurde er 1712 heilig gesprochen. Felix von Cantalice wurde zum Schutzpatron für Mütter und Kinder.
Hier lesen Sie mehr über ihn. Informationen zum Kapuzinerorden: www.kapuziner.de Unser Ziel: Baby-Notarztwagen für Deutschland. Die Björn Steiger Stiftung möchte die Säuglingssterblichkeit in Deutschland deutlich senken. Diese kann durch den sicheren Transport der Frühchen mit dem Baby-Notarztwagen in die Spezialkliniken minimiert werden. Alle 10 Jahre muss dieses Fahrzeug ersetzt bzw. auf neueste Technik umgerüstet werden. Die Anschaffung und Ausrüstung eines Baby-Notarztwagens kostet 200.000 EUR. Hierfür brauchen wir also jeden Euro. Bitte helfen und unterstützen Sie uns!
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