


Die Björn Steiger Stiftung hat allen Stadt- und Landkreisen der Bundesrepublik und den Bezirken der Stadtstaaten AED-Ausbildungsgeräte im Wert von 2,3 Mio. € als kostenlose Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt. Die Empfänger der über 900 Trainingsgeräte haben sich verpflichtet, daran monatlich 20 Mitbürger aus- und fortzubilden. Dadurch erhielten bereits im ersten Jahr über 200.000 Menschen eine Ausbildung in Herz-Lungen-Wiederbelebung und Frühdefibrillation.
Mit diesem Schneeballsystem haben wir die Grundvoraussetzung für die Breitenausbildung der Bevölkerung geschaffen und ohne staatliche Unterstützung eine öffentliche Aufgabe erfüllt.
Mit einer Ausfallbürgschaft von mehr als 1,5 Mio. € und einer Abnahmegarantie von 3.000 AED-Geräten in drei Jahren haben wir die Preise der Frühdefibrillationsgeräte halbiert. Dies ist eine weltweit einmalige Aktion. Wir fördern den Kauf von AED-Geräten mit einem großzügigen Herstellerrabatt. Dadurch haben wir in der Anlaufphase bis Ende des Jahres 2002 schon den Kauf von über 5.000 AED-Geräten mit einem Nachlass von über zehn Mio. € ermöglicht und die Verkaufszahlen in 18 Monaten verdreißigfacht.
Politisch haben wir eine wichtige Hürde überwunden
Am 13. Februar 2003 fand - auf Anregung von Staatssekretär Dr. Klaus Theo Schröder - im Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung in Bonn ein Spitzengespräch zu den Forderungen der Björn Steiger Stiftung statt. Eingeladen waren Vertreter der Bundesärztekammer, der Bundesarbeitsgemeinschaft Erste Hilfe, des Länderausschusses Rettungswesen, des Hartmannbundes, der Deutschen Krankenhausgesellschaft und des Bundesgesundheitsministeriums. Auf der Tagesordnung standen die Forderungen der Stiftung zum Thema "Kampf dem Herztod":
Dieses erste Spitzengespräch im Bundesgesundheitsministerium hat noch keinen entscheidenden Durchbruch gebracht, weil die Gremien der beteiligten Institutionen erst noch die notwendigen Entscheidungen treffen müssen. Aber die politische Diskussion der Initiative "Kampf dem Herztod" ist damit eröffnet.
Die jetzigen Ausbildungsanforderungen von 8 bis 24 Stunden werden von der Bevölkerung nicht angenommen. Deshalb fordert die Stiftung zeitlich und kostenmäßig akzeptable Ausbildungsangebote für die Breitenausbildung der Bevölkerung. Denn kein Notarzt und kein Rettungsdienst der Welt ist schneller beim Betroffenen als ein anwesender Laie. Darüber bestand in der Gesprächsrunde Einigkeit. Trotz der zwingenden Notwendigkeit einer Breitenausbildung der Bevölkerung bleibt die Bundesärztekammer vorerst bei ihren Empfehlungen. Obwohl gegenüber Hilfsorganisationen kein Anspruch besteht, das Anbieten von "Kurzkursen" zu unterlassen, orientieren sich die in der Bundesarbeitsgemeinschaft Erste Hilfe zusammengeschlossenen Hilfsorganisationen vorerst weiter an diesen Empfehlungen. Damit wird keine Breitenausbildung erreicht.
Die Björn Steiger Stiftung geht davon aus, dass die geforderte "Kurzausbildung" in sehr naher Zukunft von allen Hilfsorganisationen angeboten wird.